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Kaum sind die letzten Stimmzettel der Bürgermeisterwahl ausgezählt ruft schon die Europawahl. Ende April konnten wir immerhin etwas mehr als 50 Prozent der Reinheimer Bürger zur Urne locken, da droht bei der Europawahl ein neuer Minus Rekord in Punkto Wahlbeteiligung.

Reden wir aber lieber von Erfreulichem, nämlich der Wahlparty am Abend der Bürgermeister/Landratswahl: der parteilose Kandidat Wend war sichtlich über seine erreichten 20 Prozent enttäuscht, hatte er sich doch offensichtlich das Ergebnis der Landdtagswahl vom Januar 09 als Messlatte herangezogen.

Wir sehen aus den recht unterschiedlichen Ergebnissen dieses Jahres, dass der heutige Wähler weniger auf Parteiprogramme oder Wahlaussgen vertraut, sondern auf Vertrauen und Glaubwürdigkeit der jeweiligen Kandidaten. Hier hatte sich die Chefin der hessische Sozialdemokraten selbst ins Bein geschossen und prompt die Abstrafung durch den Wähler eingefahren.

Karl Hartmann dagegen konnte eine kontinuierliche Politik zum Wohle der Stadt mit sichtbaren Erfolgen vorzeigen. Als Krönung konnte dann noch der erste Spatenstich zur Umgehung vollzogen werden, ein Bauwerk auf das Reinheim schon (fast) seit Erfindung des Automobils wartet.

Selbst die Kommunistin Renate Grieger aus dem roten Ueberau konnte nicht an die Erfolge ihrer Partei 2006 bei den Kommunalwahlen anknüpfen: Sie erreichte diesmal mit fast 20 Prozent nur die Hälfte des DKP Resultates von damals mit fast 40 Prozent: Ich werte das unter anderem auch als Ernüchterung der Ueberauer Wählerschaft mit den Taten des derzeitigen Ortsvorstehers der DKP, der nicht gerade durch seine Tatkraft auffällt. Jeder zweite DKP Wähler von damals hat diesmal Karl Hartmann die Stimme gegeben!

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